Christian Löffler

Eine einfache, lichtdurchflutete Hütte mit direktem Blick aufs Wasser diente ihm als Ausgangspunkt für die Produktion. Arbeiten, kochen, schlafen: alles in einem Raum,dessen Zentrum zwischen Leinwänden, Ölfarben, Fotoapparaten, Stativen, Werkzeugen und Pinselnein großer, mit Farben bekleckster Eichentisch bildete, auf den die im kühlen Nordostwind schwankenden Äste ihre wandernden Schatten warfen.

Während manch ein Produzent elektronischer Popmusik in einer solchen Einsamkeit einen Höhlenkoller erleiden würde, blüht der in sich gekehrte Christian Löffler erst in diesem stillen Setting so richtig aufstatt Anschluss an eine „Szene“braucht er die Erdung in der Natur. Räume und Umgebungen sind ihm sehr wichtig: so treffen bei„Mare“ Field Recordings aus dem umliegenden Küstenwald auf Synthesizer Sounds, aufgenommen in Christian Löfflers „Draußen-Studio“, seiner Terrasse. Umwuchert von dschungelartigen Weiden hater sein gesamtes Studio-Equipment selbstmodifizierte Synthesizer, eine vererbte Marimba, eine Mandolinzither und viele weitere kleinere klangerzeugende Gerätschaften auf freier Flur aufgebaut und Melodien inklusive der Umgebungsgeräusche, Rauschen, Knistern und Knacken, aufgenommen.

Das Mikrofon überträgt nicht nur die auf einem Glockenspiel angeschlagene Melodie, sondern auch die natürlichen Nebengeräusche, das leicht wahrnehmbare Rauschen der Brandung, die Rufe vorbeiziehen der Vögel, das Rascheln der Blätter oder den plätschernde Regen. So  ist die Umgebung, in der „Mare“entstanden ist, unmittelbarer Teil der Klanglandschaftdes Albums. Inspirationen sammelte Christian Löffler, aber nicht nurin der Natur, sondern auch beim Touren: Der Eröffnungstrack „Myiami“ ist auf Reisen entstanden.

Einen außergewöhnlich nassen Tag verbrachte er bei einem Freund im Studio in Miami, wehende Palmen im regnerischen Dämmerlicht prägen die Stimmung des Songs, der einen Opener ganz im Löfflerschen Soundgewand abgibt.

 

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